Am Wochenende wollten wir (mein Freund, unsere Söhne und ich) das gute Wetter nutzen. Es war dann sogar so gut, dass wir froh waren, uns bei unserer Aktion zumindest die meiste Zeit ím Wald vor der Sonne verstecken zu können: Wir waren auf dem Bogenparcours in Helsa, ein wenig östlich von Kassel.
Ein Bogenparcours ist eine Mischung aus sportlichem Bogenschießen und Indianer spielen. Man schießt auf Schaumstofftiere, die - teilweise alleine, teilweise in Gruppen - im Wald stehen. Natürlich wird immer so geschossen, dass niemand verletzt werden kann. Hinter den Tieren ist also genug Platz oder der Hang oder ein Pfeilfang aus Schaumstoff.
Man schießt maximal 3 Pfeile und versucht die Stelle zu treffen, wo bei echten Tieren das Herz wäre; bei der echten Jagd wäre das auch die Stelle, wo das Tier am wenigsten leidet. Der erste Pfeil zählt am meisten (Herz 15, Körper 12), der zweite weniger (10/7), beim dritten sind es noch 5 und 2 Punkte.
Die Schütz:innen ziehen als Gruppe los und wandern nacheinander zu den insgesamt 28 Zielen. Eine:r schießt nach der:m anderen, dann werden die Punkte notiert, die Pfeile aus dem Kunststoff gezogen und jene Pfeile gesucht, die daneben gegangen sind.
Nachdem wir gemeinsam sogar ein Mammut erlegt hatten, fuhren wir erschöpft und glücklich wieder nach Hause. Die Punkte habe ich nicht zusammengezählt - wer am meisten und wer am wenigsten hat, ist auch egal. Wichtig ist nur, dass wir zusammen jede Menge Spaß hatten. Ich kann es nur weiterempfehlen (in St. Andreasberg kann man sogar Pfeile und Bögen ausleihen: https://www.harzagentur.de/bogenschiessen/bogenpfad/).